MEDEA

Die Geschichte einer Scheidung

Text Euripides | MEDEA Johanna May | Projection-Video-Art Ivó Kovács

Dauer/duration: 55 minutes

Medea

showreel of the ensemble:  F.A.C.E. Ensemble 2019 showreel (3 Min.) 

Medea verrät ihren Vater, tötet ihren Bruder und flieht mit Jason, ihrem zukünftigen Ehemann nach Europa. Sie bekommen zwei Kinder. Jason verlässt Medea für eine Jüngere. Medea verrät das Vertrauen der Kinder und tötet sie, um sich an Jason zu rächen.

Ein Drama über Vertrauen und Verrat, der vor den eigenen Kindern nicht Halt macht.

Medea

Besessenheit? Fixierung? Ego-Tripp? Eine Scheidungs-Tragödie, in der man eine Mutter ihre Kinder aus Liebe zu ihrem Mann ermorden sieht.

Es war die Maßlosigkeit der Liebe, die mich an Medea am meisten fasziniert hat.”    P.P.Pasolini

 

 

 

Medea

Wir arbeiten an der Schnittstelle von Media-Art, physical theatre und Performance“. K Szabó

projection-video-art Ivó Kovács

monolog, mover, performer Johanna May

audio & foto Mike Kleinen

text Euripides

Medea

Medea

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Fast Rock n Roll: Medeas Welt kreist um Sex, Tod und Liebe. Ihre Erinnerungen sind Spiegelungen der aggressiven Vergangenheit, als Jason und sie ein wildes Paar wurden a la Bonnie und Clyde: Ihre grausame Komplizenschaft ist die monströse Geschichte von Menschenopfer, Raub und Flucht über das Meer. Schon lange leben sie im Asyl – und Jason hat die alternde lüsterne Frau satt. Ihre Naturverbundenheit macht Medea zur Barbarin in der aufgeklärt-rationalen Welt der neuen europäischen Heimat. – Jason hat in Europa die Faszination für wild zitternde Instinkte verloren. Medea, die Ausländerin, trunken vor Begehren und Stolz, erscheint Jason wie ein Krokodil, das sich in seiner Wade festgebissen hat. Nun soll das bissige Biest weg – nüchtern soll es loslassen, vernünftig sein. Mit ihrer Rache geht die Heimatlose Medea über das Äußerste hinaus. Sie tötet die gemeinsamen Kinder, um den Vater Jason zu treffen – und zu vernichten. Denn gegen Jason hat sie nur die Kinder in der Hand. Rache ist ein starkes Motiv – für die katholiche Kirche ist Medea dazu das Musterstück: Die poetische Vision von einer Todsünde.

K.Szabó F.AC.E. Euripides Medea Foto Mike Kleinen 4

Der Raum ist uteral

Jeder Raum ist ein Uterus – Die Melancholie der verdunkelten Fenster und Türen ist eine Reminiszenz an vorgeburtliches. Der größte Raum, das Universum, ist dabei keine Ausnahme.

„Kristóf Szabós Medienkunst befragt die Haltbarkeit des Handlungsrahmens „Bühne“. In der Kollaboration mit dem Medienschaffenden Ivó Kovács gelingen Projektionen und der gezielte Einsatz von audiovisuellen Medien, die auf Grund ihrer immanenten medienästhetischen Kriterien den immersiven Effekt der Guckkastenbühne sprengen.“

Dr. Christian A. Bauer

Grafik-Design  Ivó Kovács Fotos Mike Kleinen 
 und Grafik-Design  Ivó Kovács 

Medea

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